Husum. Für „ihre“ neuen Fachkräfte richtete die Maler- und Lackierer-Innung Nordfriesland Süd Ende August eine kleine Freisprechungsfeier im Handwerkerhaus in Husum aus. Sechs davon erreichten den Abschluss im Maler- und Lackiererhandwerk, drei schafften ihre Ausbildung zur/m Bau- und Metallmaler/In. Neben diesen hatten bereits im Winter vorzeitig zwei Nachwuchskräfte ebenfalls den Abschluss im Maler- und Lackiererhandwerk erreicht. Obermeister Jürgen Rehm gratulierte zum Prüfungserfolg und blickte noch einmal auf die Zeit der Ausbildung zurück. Bei diesem Rückblick verglich Rehm die Ausbildung mit dem Thema Sport und lehnte sich beim Vergleich an die in Deutschland stattgefundene Fußball-Europameisterschaft an. „Sie haben sich zunächst für ein Team qualifiziert“, sagte Rehm zum Abschluss des Lehrvertrags. „In der 1. Saison“ – sprich dem 1. Lehrjahr - hätte man noch „in der untersten Liga“ gespielt. Im Verlauf sei man technisch und taktisch reifer geworden und hätte sich „für das Halbfinale qualifiziert“– die Zwischenprüfung. In der 3. Saison - dem 3. Lehrjahr -hätte man dann in der höchsten Amateurliga gespielt. „Da wurden dann auch schon mehr Leistung und Tore erwartet.“ Mit der bestandenen Gesellenprüfung sei nunmehr der erste wichtige Berufsabschluss erreicht. Klassenlehrer Andreas Pohlmann verabschiedete seine ehemaligen Schülerinnen und Schüler. Er lobte seine Klasse dafür, dass trotz der vorhandenen Leistungsunterschiede innerhalb der Klasse „ein gutes Miteinander und eine große Hilfsbereitschaft“ herrschte, so dass keiner auf der Strecke geblieben sei. Als Gesellenprüfungsausschuss-Vorsitzender informierte Michael Zajac noch einmal über die Abschlussprüfung, bei denen in diesem Jahr sogar drei verschiedene Prüfungsordnungen zur Anwendung gekommen wären und dem Prüfungsausschuss einiges abverlangt hätte. Den Rückgang der Teilnehmerzahl bei der diesjährigen Prüfung wertete Zajac im Umkehrschluss auch als gutes Zeichen für die neuen Fachkräfte. „Sie haben wirklich beste Beschäftigungsperspektiven.“ Als Innungsbeste ging in diesem Jahr Süna Ritter (Ausbildungsbetrieb Anja Görtzen, Viöl) aus der Prüfung hervor und wurde dafür besonders ausgezeichnet. Des Weiteren freuten sich über den Gesellenbrief und das Abschlusszeugnis: Justin Dapprich (Ulf Hansen, Bredstedt), Kilian-Niklas Holeschovsky, Annika Paulsen (beide Schneider & Schneider, Bohmstedt), Tim Juergensen und Aaron Peters (beide W. Rehm, Rantrum). Im Februar gelang dies bereits Yohandri Gomez Paz (Edeltraut Clausen, Löwenstedt) und Jannes Schindler (Hellner, Tinnum). Die Ausbildung zum Bau und Metallmaler/In schafften Leon Fischer, Leon Daniel Kraatz und Hendrikje Müller (alle Diakonie Hilfswerk SH, Husum).
