Im Handwerkerhaus in Husum verabschiedete die Maler- und Lackiererinnung Nordfriesland Süd ihren neuen Berufsnachwuchs. Zur Freisprechungsfeier waren zahlreiche Freunde, Familienangehörige und Vertreter der Ausbildungsbetriebe erschienen und gaben der Feier einen würdigen Rahmen.
Obermeister Jürgen Rehm sprach von einer „schönen Aufgabe, die Lehrlinge von den Pflichten des Lehrvertrages freizusprechen.“ Angesichts der Tatsache, dass dieser Gesellenjahrgang der erste gewesen sei, den die Corona-Welle in der Ausbildung voll getroffen habe, hätten sich die sechs jungen Frauen und vier jungen Männer diese Freisprechung wirklich verdient. „Ihr habt Euch durchgebissen und habt abgeliefert, als es darauf ankam“, lobte Rehm. Allerdings erinnerte Rehm auch daran, dass der Gesellenbrief heutzutage in gewisser Weise schon „ein Stück Pflicht“ sei und ermutigte den Nachwuchs weiterzudenken. „Ihr könntet den Meister machen oder Euch auch zum Vorarbeiter im Malerhandwerk weiterbilden lassen. Oder ihr werdet gestandene Gesellin oder gestandener Geselle im Betrieb und beispielsweise mit der Leitung von Baustellen betraut.“
Der Leiter der beruflichen Schulen des Kreises in Husum, Michael Kwauka, gratulierte ebenfalls zum Prüfungserfolg. Er sprach im Zusammenhang mit dem Beruf des Malers- und Lackierers von einem „häufig unterschätzten Beruf“ und machte dies an persönlichen Erfahrungen deutlich. „Ihr habt in jedem Fall die Zeichen der Zeit erkannt und Euch für einen Handwerksberuf entschieden. Die Wirtschaft und damit auch das Handwerk suchen dringend Fachkräfte. Besonders im Maler- und Lackiererbereich.“ Sein besonderer Dank galt den Ausbildungsbetrieben für die Bereitstellung der Lehrstellen.
Der Vorsitzende des Gesellenprüfungsausschusses, Michael Zajac, stellte im Anschluss noch einmal die „anspruchsvollen Prüfungsaufgaben“ vor und bestätigte das gute Niveau des diesjährigen Jahrgangs. Als Innungsbeste ging bei dieser Prüfung Vivian Pavlisin (Ausbildungsbetrieb W.Rehm, Rantrum) hervor, die dafür mit einem besonderen Präsent ausgezeichnet wurde.
Des Weiteren wurden folgende Junggesellinnen und Junggesellen freigesprochen:
Julia Dallmann (Schneider & Schneider, Bohmstedt), Marie Christin Hansen, Karina Jacobsen (beide W. Rehm, Rantrum), Adam Kaczmarczyk, Alina Schindler (beide Theodor-Schäfer Berufsbildungswerk, Husum), Alexander Schmidt (Hauke Dircks, Vollerwiek), Dominic Scholz (Scholz, Husum), Pia Marie Zimmermann (Bundeswehr, Husum) und - beriets mit Prüfung im Februar dieses Jhares - Manuel Schweizer (Theodor-Schäfer Berufsbildungswerk, Husum).
Die zweijährige Ausbildung bestanden erfolgreich:
Bau- und Metallmalerin Michelle Büsing (Theodor-Schäfer Berufsbildungswerk, Husum), Bauten- und Objektbeschichter Marvin Gittel (W.Rehm, Rantrum)


