Wesentliches Ziel beruflicher Ausbildung im Maler- und Lackiererhandwerk ist die Befähigung zukünftiger Mitarbeiter zu fachgerechter und möglichst selbständiger Ausführung aller branchenspezifischen Arbeiten.
Die dafür erforderliche fachliche, methodische und organisatorische Kompetenz ist zu ergänzen durch das Training sekundärer Arbeitstugenden wie Pflichtbewusstsein, Zuverlässigkeit, Genauigkeit, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit sowie die Verinnerlichung sozialverträglichen und sympathiegewinnenden Verhaltens gegenüber Kollegen und Kunden.
Berücksichtigt man die berufsbezogenen Interessen der Lehrlinge, Gesellen und Meister sowie die Rahmenbedingungen üblicher Auftragsfertigungen kann eine erfolgversprechende betriebliche Ausbildung von Malern und Lackierern nicht in der Schule, sondern nur auf der Baustelle stattfinden.
Nur hier lernt der Lehrling in Situationen, die seine zukünftige Arbeit entsprechen – nur hier erfolgt Lernen situationsbezogen und auf aktuelle Verwendung ausgerichtet; die berufliche Weiterbildung knüpft hier nahtlos an. Auch im Berufsfeld des Maler- und Lackiererhandwerks ist stetiger Wandel angesagt; Kenntnisse und Fähigkeiten gilt es kontinuierlich zu erweitern.
Weiterbildungsmaßnahmen sind notwendige Investitionen des Betriebes - aber auch der Mitarbeiter, denn von der Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter hängt das Wohl des Betriebes und somit auch die Sicherheit der Arbeitsplätze ab.
Das Maler- und Lackiererhandwerk in Schleswig-Holstein und seine Innungsmitglieder sind sich dieser Verantwortung bewusst, handeln und haben entsprechende Maßnahmen eingeleitet.